Viele Menschen neigen dazu, Dinge schnell zu entsorgen, sich und das Leben perfekt in Szene zu setzen, selbst Rough-Stil-Richtungen und Used-Looks brauchen tadelloses Design. Wabi-Sabi ist ein oft noch unbekannter, aber sehr authentischer Weg, um nicht nur neuesten Lifestyles und Modetrends zu folgen, wenn es um Schönheit und Lebensfreude geht. Diese Philosophie lehrt uns, das Leben und Wohnen mit mehr Freude und Gelassenheit anzugehen, die eigenen Werte und Lebensräume zu bewahren - denn wahre Schönheit kommt „von innen“, sie zeigt sich über unsere Ausstrahlung und unsere Räume.

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Wabi-Sabi - die Schönheit des Unperfekten

Die Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Vor allem aber sind es die kleinen Makel, die den Menschen, wie auch seine Räume zu etwas Besonderem machen.

Aus der japanischen Ästhetik und Architektur

Die Schönheit von Mensch und Raum zeigt sich in der Hülle des Unscheinbaren, in der Würde des Alterns und im (Noch) Gebrauchtsein.

Es ist eine alte japanische Kunst und Denkweise, das Unvollkommene als vollkommen zu betrachten.
Während in unserer westlichen Welt hohe Ansprüche an Funktion, Makellosigkeit, Symmetrie und perfektes Design gelegt werden, geht es im Wabi-Sabi um Authentizität und das Zen der Dinge.

Wabi-Sabi ist von einer gewissen Natürlichkeit geprägt und hilft uns, den materiellen Wert etwas gelassener zu sehen, insbesondere, nicht alles zu perfektionieren. Das „Unperfekte“, auch das Alte, zu schätzen, zu pflegen und bewusst zu integrieren oder neu zu definieren, macht diese hohe Kunst des Gestaltens aus. Aber auch Licht und Schatten, die Asymmetrie und eine gewisse Schlichtheit - die Konzentration auf das Wesentliche, spielen dabei eine wichtige Rolle.